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Geschichte

Die Geschichte des Spielmannszugs


1927 beabsichtigte Kaplan Schnurra in Lembeck einen Spielmannszug zu gründen. Nach einem Aufruf versammelte sich eine große Schar junger Männer in der Gaststätte Sprenger. Der Kaplan trug seine Absichten vor, die von den Anwesenden begeistert aufgenommen wurden. Der Spielmannszug Lembeck wurde gegründet.Zehn Trommler und zehn Flötisten fanden sich zusammen; für diese wurden dann schnellstens die Instrumente beschafft. Erster Tambourmajor war Theo Bahde, der sein ganzes Können in den Dienst des jungen Spielmannszuges stellte.


Die Ausbildung der Trommler Übernahm Heinrich Kruse, während der damalige Korpsführer Dorsten-Hardt, Hermann Schormann, den Flötisten die ersten Töne beibrachte. Zweimal wöchentlich fand die Probe in der Backstube Sprenger statt. Der Gewinn aus einem Preiskegeln diente der Anschaffung eines Tambourstabs. Der Fleiß machte sich bezahlt; bereits nach einem Jahr stellte der Spielmannszug anläßlich der Theateraufführung Der lange Hans und der kleine Franz sein Können Öffentlich unter Beweis.Wegen der schlechten finanziellen Lage war es ab 1929 nicht mehr möglich, einen bezahlten Ausbilder zu engagieren. zu diesem Zeitpunkt fanden sich aber immer wieder Männer aus den eigenen Reihen, die die Ausbildung übernahmen. Besondere Ereignisse im Jahre 1929 waren die Teilnahme des Spielmannszuges an einem Wettstreit in Dülmen und am Katholikentag in Münster.Zwischen 1930 und 1933 ließ das Interesse nach, und man traf sich nur noch selten zu den Übungsabenden im Lokal Grote-Westrick. Zu dieser Zeit hat sich Ferdinand Hinsken, der die Ausbildung der Flötisten übernahm, um den Spielmannszug verdient gemacht. Durch Verpflichtung einiger Aktiver zum Reichsarbeitsdienst konnte die Vereinsarbeit nicht mehr intensiv betrieben werden. Hinzu kam, daß die Hitler-Jugend ebenfalls einen Spielmannszug ins Leben rief; dieser hielt sich allerdings nicht sehr lange.


Der Zweite Weltkrieg von 1939 bis 1945 brachte auch die Trommeln und Flöten des Spielmannszuges Lembeck zum Schweigen. Mehrere Aktive kehrten nicht mehr in ihre Heimat zurück.Trotz der Wirren der Nachkriegszeit nahmen die Heimgekehrten im Winter 1947/48 die Proben wieder auf, so daß der Spielmannszug zum Erntedank-Fest 1948 unter der Stabsführung von Theodor Bahde seinen ersten Nachkriegsauftritt hatte. 1949 spielte man zum ersten Mal beim Schützenfest in Klein-Reken.Der seit der Gründung im Jahr 1927 amtierende Tambourmajor Theodor Bahde legte im Winter 1949/50 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Bis 1960 lag die Stabsführung in verschiedenen Händen.Der Lembecker Spielmannszug feierte 1952 sein 25 jähriges Bestehen. Anläßlich diesem Festes fand ein Treffen mit vielen auswärtigen Vereinen statt.Das Amt des Tambourmajors übernahm 1960 Franz Gertz; er führte den Spielmannszug zu neuer Blüte . So nahm er im März 1963 nach einem Wettstreit den ersten Preis in Empfang.Die ersten Monate des Jahres 1967 standen im Zeichen der Vorbereitung zum 40 jährigen Jubiläum. Am 29. April begann das Fest um 18.00 Uhr mit der Jubilare-Ehrung im Festzelt. Die Totengedenkfeier am Ehrenmal und der große Zapfenstreich auf der Freitreppe schlossen sich an. Zahlreiche Ehrengäste und Fahnenabordnungen der benachbarten Schützenvereine nahmen an der Feierstunde teil.Mit einem Gemeinschafts - Gottesdienst am Sonntag begann der zweite Jubiläumstag. Um 9.30 Uhr fand eine Korpsführerbesprechung zum großen Spielmannszug Wettstreit statt. Der große Umzug sowie das gemeinsame Spiel aller 22 teilnehmenden Spielmannszüge auf der Freitreppe unterbrach ab 14 Uhr das Wertungsspiel. Unter der Leitung von Tambourmajor Franz Gertz erklang der Marsch Preußens Gloria. Nach der Preisverteilung fand ab 19.30 Uhr der Jubiläumsball statt.


1974 äußerte der Vorstand des Schützenvereins Klein-Reken den Wunsch, daß die Spielleute, die vor 25 Jahren dabei waren, auch zum Silberjubiläum auftreten sollten. Diesem Wunsch wurde selbstverständlich gern entsprochen. Doch die alten Spielleute hatten leider nicht mehr die erforderliche Fertigkeit. Es gab kurzfristig angesetzte Proben, die oft bis spät in die Nacht dauerten. Der Fleiß lohnte sich. Die Senioren wurden mit viel Applaus und herzlichen Begrüßungsworten in Klein-Reken empfangen. Alle Spielleute waren glücklich, mal wieder dabei zusein. Der Schützenverein Klein-Reken erhielt vom Seniorenvorsitzenden Bernhard Mast einen Pokal. Die Gastgeber bedankten sich für das Erscheinen mit einem Frühstückskorb, für den sich Bernhard Mast im Namen aller Spielleute recht herzlich bedankte. Allen anwesenden rief er zu: Mit Pfeifenspiel und Trommelklang maschieren wir ein Leben lang.Im Jahr 1974 begann der Aufbau einer Jugendabteilung. Ihr stand ein Raum in der Don-Bosco-Schule für Übungsstunden zur Verfügung. Die Ausbildung übernahmen Alois Weßeling, Günter Hortmann und Erich Stollbrink: Spielkameraden aus den eigenen Reihen. Zum Schützenfest 1975 in Lembeck trat der Spielmannszug mit seinen Jugendlichen in einer Spielstärke von 43 Spielleuten zum ersten Mal Öffentlich auf. Im Oktober des gleichen Jahres schloß unser Vereinswirt Bernhard Sprenger aus gesundheitlichen Gründen sein Lokal. Für 50 Jahre gute Zusammenarbeit mit der Familie Sprenger bedankte sich der Spielmannszug und übergab ein Erinnerungsgeschenk.Den Senioren hatte der Auftritt in Klein-Reken so viel Freude bereitet, daß sie zum 100 jährigen Jubiläum des Lembecker Schützenvereins 1976 ein zweites Mal aktiv wurden und den Beifall der gesamten Dorfbevölkerung entgegennehmen konnten.


Gern erinnern wir uns der schönen Tage, die wir anläßlich des 50 jährigen Bestehens des Spielmannszuges mit vielen heimischen und auswärtigen Gästen verbringen durften. Das Fest begann am 22. April 1977 mit dem Empfang der Gäste und Vereine im Vereinslokal Altes Brauhaus . Einen Tag später fand das große Freundschaftstreffen statt, an dem nicht weniger als 14 Kapellen und Spielmannszüge teilnahmen. Zum Nachmittagskonzert im Festzelt hatten sich viele Zuhörer eingefunden. Nach der gemeinsamen Abendmesse fand eine Gedenkfeier am Ehrenmal statt, die mit dem großen Zapfenstreich endete. Der Höhepunkt des Jubiläums bildete der musikalische Wettstreit von 22 Spielmannszügen, die am Nachmittag auch alle am Festumzug durchs Dorf teilnahmen.


Ohne Fleiß kein Preis! Seit 1977 besuchen in jedem Jahr mehrere Spieler Lehrgänge des Landesverbandes für Spielmanns-und Fanfarenzüge. Die jungen Spieler haben in jedem Jahr die Möglichkeit des Leistungsvergleiches mit anderen Dorstener Spielmannszügen beim Jugendmusikantentreffen. 1984 richtete der Spielmannszug Lembeck im Saal Stegemann erstmals dieses Treffen aus. Der Vorschlag, einen Planwagen zu bauen, wurde 1986 verwirklicht. Unter der Anleitung von Günter Hortmann entstand unser Wagen. Dem Günter gilt unser besonderer Dank. 1987 stand alles im Zeichen unseres 60 jährigen Jubiläums, wo ein großes Zelt aufgebaut wurde. Es begann am 23. April wo alle Lembecker Vereine und unsere geladenen Gäste einen gemütlichen Abend verbrachten. Am Freitag wurde es dann lauter, es fand für die Jugend ( und alle die sich so fühlten ) eine große Disco statt. Am Samstag 25. April stand das Freundschaftstreffen auf dem Plan, mit 7 Spielmannszügen, 5 Blaskapellen, 1 Fanfarenzug und den Jagdhornbläsern aus Lembeck wurde unter der Begleitung von 6 befreundeten Schützenvereinen ein Sternmarsch zum Kirchplatz gestartet, wo ein gemeinsames Spiel anstand.Nach dem Konzert im Festzelt ging es gemeinsam zur Kirche, und zur anschließenden Totenehrung mit großem Zapfenstreich. Um 20.00 Uhr spielten dann die Erler Jäger zum Jubiläumsball auf. Sonntag 26. April war der Tag des Wettstreits, an dem nicht weniger als 23 Spielmannszüge ihr können unter Beweis stellten.


Im Jahr 1990 löste Udo Rehmann unseren 1. Vorsitzenden Theo Evers nach 17 jähriger Tätigkeit in seinem Amt ab. Als Anerkennung für seine geleistete Arbeit ernannten wir ihn zum Ehrenvorsitzenden. Ein weiterer Höhepunkt der vergangenen Jahre war vom 28.07-01.08.1994 die von Dieter Rehs organisierte Fahrt nach Murau in Österreich. Anlaß war unter anderem das 100 jährige Jubiäum der Muhrtalbahn . Am 28.10.1995 nahmen wir am Landesmusiktreffen der Spielmannszüge in Essen teil. Die vom Landesverband gestellten Ausbilder probten hierfür mit uns zwei neue Musikstücke ein. Zum 70jährigen Jubiläum 1997, wurde wieder groß gefeiert. Vom 17. April- 20. April hatten wir wieder eine Jugendveranstaltung diesmal mit den YANKEES. Ein Konzert und einen schönen Galaabend mit den Moonlights. Sonntag unser Festhochamt mit anschließendem Frühschoppenkonzert begleitet von unseren Befreundeten Blaskapellen aus Lembeck und Reken. Der Spielmannszug Lembeck verfügte 70 Jahre nach seiner Gründung über 54 aktive Spieler. Weitere 15 Jugendliche befanden sich in der Ausbildung und hatten zum Jubiläum ihren ersten Öffentlichen Auftritt in Uniform.


06.09.2015: Landesmusikfest in Essen, ein Wettstreit auf den sich der Spielmannszug intensiver als je zuvor vorbereitet hatte und gleichzeitig der erste Wettstreit nach zwanzig Jahren Vereinsgeschichte. “Schönes Lembeck” hieß das speziell von unserem musikalischen Leiter Patrick Wirth für uns komponierte Stück mit dem wir einen grandiosen Erfolg erzielten: 87 Punkte in der Konzertwertung und damit die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft 2016 in Rastede. Die Freude war kaum zu fassen, Musiker lagen sich emotional berührt in den Armen: Ein ganz besonderer Tag für den Spielmannszug.

SZ Lembeck ♥

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